Remote-Administration von Windows Servern
Administration eines Windows Servers mit Bordmitteln
Seit Windows NT4, dort noch als eigenständige Version Windows NT4 Terminal Server Edition, wird bei allen Servervarianten der so genannte Terminal Server mitgeliefert.
Den meisten wird er, dank Windows XP, als eine abgespeckte Version namens „Remote-Desktop“ bekannt sein.
Im ersten Teil widmen wir uns einer Kurzübersicht zum Terminalserver, danach gebe ich einen Kurzüberblick über die Installation unter Windows 2000 Server und Windows Server 2003. Abschließend noch kurz zum Remote-Desktop-Client (RDP-Client).
Teil1: Kurzübersicht Terminalserver
Der Terminalserver von Windows ist ein weiterentwickeltes Produkt der Firma Citrix, die eine weiterentwickelte Variante unter dem Namen Citrix Metaframe vertreibt. Zu Zeiten von Windows NT wurde dies als eigene Version implementiert und vermarktet.
Die Idee hinter einem Terminalserver ist, das die Benutzer egal auf welchem Client, egal mit welcher Hardware auf einem zentralen System arbeiten können.
Mit Windows 2000 wurde der Terminal Server bei jeder Server Version mitgeliert und dies in zwei Modi:
Remoteverwaltungsmodus:
Ermöglicht die Remoteverwaltung/administration des Servers für Administratoren
Anwendungsservermodus:
Ermöglicht Benutzern das Arbeiten auf dem Server. Muss separat lizenziert werden und bedarf einiger Systemressourcen.
Wir werden uns nur dem Remoteverwaltungsmodus widmen, den Anwendungsservermodus braucht ihr auf einer LAN sowieso nicht.
Unter Windows 2000 Server Edition muss der Remoteverwaltungsmodus separat installiert werden, während er bei Windows Server 2003 automatisch mitinstalliert wird und nur noch aktiviert werden muss.
Der eigentliche Unterschied zwischen der Remoteadministration mit Tools wie VNC, PCAnywhere und wie sie alle heißen, ist das ihr nicht in eine vorhandene Session connected und dort die Steuerung übernehmt, sondern das ihr mit dem Remote-Desktop-Client auf den Server connected (Port 3389 RDP) und euch dort in einer eigenen Session anmeldet und arbeitet. Und das in Real-Time, die gesamten bekannten Verzögerungen der Remote-Tools bleiben aus, was das arbeiten doch ungemein erleichtert.
Teil2a: Installation unter Windows 2000 Server
Unter Systemsteuerung -> Software -> „Windows Komponenten hinzufügen/entfernen“ kommt ihr in den Installationsmanager, dort scrollt ihr bis zum Punkt Terminaldienste (siehe Bild),
Häkchen rein und weiter geklickt, im nächsten Dialog, wählt ihr „Remoteverwaltungsmodus“ und klickt auf Weiter.
Alle auftretenden Mitteilungen über möglicherweise nicht mehr funktionsfähige Anwendungen können getrost ignoriert werden.
Nach der Installation muss der Rechner neu gestartet werden.
Teil2b: Inbetriebnahme
Nachdem der Rechner wieder hochgefahren ist und ihr euch neu eingeloggt habt, macht ihr einen Rechtsklick auf den Arbeitsplatz und geht unter Verwalten.
Dort unter „Lokale Benutzer und Gruppen“ -> „Benutzer“, Doppelklick auf den Administrator und dann auf die neue Karteikarte „Terminaldienstprofile“. Hier schaut ihr einfach noch ob das Häkchen bei „Terminalserver-Anmeldung zulassen“ gesetzt ist und wenn nicht, setzt ihrs. Die Restlichen Felder lasst ihr einfach unangetastet, das ist eine andere Geschichte die uns bei dieser Konfiguration betrifft.
Damit hätten wir den Terminalserver unter Windows 2000 Server installiert, zum connecten auf den Server gibt’s näheres unter Teil4: Der RDP-Client.
Teil3: Installation unter Windows Server 2003
Hier ist das ganze viel einfacher im Vergleich zu Windows 2000 Server, da wir den Terminalserver im Remoteverwaltungsmodus schon mitinstalliert haben als wir den Server aufgesetzt haben, ob wir wollten oder nicht.
Deswegen müssen wir hier nur noch einen Schritt zur Funktionalität machen. Ihr macht einen Rechtsklick auf Arbeitsplatz -> Eigenschaften und dort auf die Karteikarte „Remote“ (siehe Bild).
Hier noch das Häkchen bei „Benutzern erlauben, eine Remotedesktopverbindung herzustellen“ setzen und fertig ist das ganze. Der Button „Remotebenutzer auswählen“ könnt ihr ignorieren, da der Administrator automatisch Remotebenutzer ist.
Damit hätten wir den Terminalserver unter Windows Server 2003 ausreichend vorbereitet und können uns Teil4, dem RDP-Client widmen.
Teil4: Der RDP-Client
Auch hier haben wir wieder Unterschiede zwischen den beiden Serverversionen von Windows 2000 und Windows Server 2003, da die mitgelieferten Clients verschiedenen RDP (Remote Desktop Protocol) entstammen. Während der von Windows 2000 nur eine Auflösung von maximal 800x600 und 256 Farben unterliegt, bietet sich mit Windows Server 2003 die gesamte Palette an Auflösungen und Farbtiefen, sowie Audioübertragung an.
Ab WindowsXP, also auch unter Windows Server 2003 findet ihr den Client unter Startmenü -> Zubehör -> Kommunikation -> Remotedesktopverbindung. Falls ihr auf anderen Systemen vor Windows XP arbeitet, müsst ihr den Client dort noch installieren, ihr findet ihn bei beiden Systemen unter folgendem Pfad:
%WINDIR%\system32\clients\tsclient\win32\setup.exe
Falls ihr einen Windows Server 2003 habt, installiert den RDP-Client von diesem, auch wenn ihr auf Windows 2000 Server connecten wollt, das geht auch und ihr werdet sehen warum, wenn ihr mal mit dem RDP-Client von 2000 gearbeitet habt.
Wenn ihr den Client dann startet, bekommt ihr folgenden Dialog zu sehen.
Dort gebt ihr den Servernamen oder die IP-Addresse des Servers auf den ihr connecten wollt ein und nach dem connecten wechselt der Bildschirm auf den folgenden Login-Dialog.
Hier loggt ihr euch mit den Administrator Login-Daten ein und dann seit ihr in der Terminal-Server-Sitzung auf dem Server eingeloggt.
Hierbei ist zu beachten, das wenn ihr hier Serverinstanzen von z.B. CS startet, meldet euch NICHT ab sondern lasst die Session offen, beendet sie über das X auf dem oberen Balken, da die Instanzen sonst beendet werden. Wenn ihr nochmals auf den Server connected, werdet ihr wieder in die gleiche Session gepackt, sollte dies nicht der Fall sein, geht ihr auf Start->Ausführen und gebt dort „tscon 1“ ein, das verbindet euch wieder mit der Session1.
Ebenso ist es nicht möglich auf Instanzen zuzugreifen die ihr am Server gestartet habt, wenn ihr davor gesessen habt, da ihr wie oben erwähnt in einer eigenen Session arbeitet!
Wenn ihr in dieses Session „Herunterfahren“ unter Start -> Beenden auswählt, wird der Server auf dem ihr connected seid, herunter gefahren, also auch hier Vorsicht!
Hoffe ich habe alle Fragen geklärt und euch ein Mittel zur Administration gezeigt, das bei allen Windowsversionen schon mitgeliefert wird.
Socke
Kommentare Seite: [0] [1]
| 26. Sep. 2003 - 12:23 erstellt von ruwen |
| oder bei win2k server tsc
|
| 26. Sep. 2003 - 18:35 erstellt von hexer |
| yep, terminal server (client) ist das beste
was man unter win bekommt. der vorteil hier ist, dass nicht (wie bei vnc) bspw. die maus auch direkt auf dem server bewegt wird, sondern man auf einen hintergrundprozess zugreift der 'unabhängig' vom eigentlichen system arbeitet. |
| 18. Aug. 2004 - 15:52 erstellt von XaNO |
| Es geht auch einfacher als über Start->Ausführen -> tscon 1
einfach den RDP-Client met /console als Parameter starten... |
| 28. Aug. 2004 - 23:45 erstellt von xero |
| diese terminal dienste.. sind die auch bei xp dabei?? unter software kann man sie nämlich nicht installieren |
| 08. Apr. 2005 - 18:05 erstellt von UltraVNC |
| www.UltraVNC.de.vu
UltraVNC.sourceforge.net |
| 09. Apr. 2005 - 14:15 erstellt von Scoby |
| Gehört wohl eher unter Win-Alternativen...
Schade das UltraVNC keinen Linux Support hat... |
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